Die besten 360-Grad-Actioncams
Rundumkameras drehen die Reihenfolge um: erst filmen, danach entscheiden, wohin die Kamera schaut.
Alle vier hier nehmen mit zwei gegenüberliegenden Objektiven auf und rechnen daraus eine Kugel. Aus dieser Kugel schneiden Sie am Rechner den Ausschnitt, den Sie zeigen wollen. Das kostet Arbeitszeit, aber Sie verpassen nichts mehr, weil die Kamera in die falsche Richtung zeigte.
Zwei Werte entscheiden beim Kauf. Erstens die Tauchtiefe: 15 Meter bei den beiden Insta360, 10 bei DJI, nur 5 bei GoPro. Zweitens die Objektive, die bauartbedingt vorstehen und deshalb als Erstes Kratzer bekommen. Bei der Insta360 X5 und der GoPro MAX2 lassen sich die Linsengläser tauschen, bei den anderen beiden nicht.
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Insta360 X5
Längster Atem rundum- Linsengläser austauschbar, kein Totalschaden bei Kratzern
- Wasserdicht bis 15 Meter ohne Gehäuse
- Bis zu 208 Minuten im Ausdauermodus
- Mit 200 Gramm kein Leichtgewicht an Helm oder Selfie-Stick
- 8K läuft nur mit 30 Bildern pro Sekunde
Was steckt in der Box
Die Insta360 X5 ist eine Rundumkamera mit zwei Objektiven. Sie filmt das ganze Umfeld auf einmal, in bis zu 8K mit 30 Bildern pro Sekunde, und den Bildausschnitt wählen Sie erst danach. Zwei Sensoren im Format 1/1,28 Zoll, ein dreifacher KI-Chip und der Modus PureVideo sind auf wenig Licht ausgelegt. InstaFrame nimmt Rundum- und flaches Video gleichzeitig auf. Die Kamera ist ohne Gehäuse bis 15 Meter wasserdicht, wiegt 200 Gramm und hat einen Wechselakku und einen Touchscreen hinten.
Warum diese Bewertung
Der Preisfreund-Score liegt bei 8,7. Bildqualität erreicht 8,8: 8K rundum und Sensoren im Format 1/1,28 Zoll tragen diesen Wert. Stabilisierung kommt ebenfalls auf 8,8, denn auch bei 5,7K mit 60 Bildern pro Sekunde bleibt das Bild bei schnellen Bewegungen ruhig. Robustheit liegt bei 8,8: wasserdicht bis 15 Meter und Linsengläser, die Sie selbst tauschen. Die Akkulaufzeit ist mit 8,4 die schwächste Säule. Der Wechselakku fängt das teilweise auf.
Warum wir es ausgewählt haben
Die zwei Objektive stehen weit vor und sind damit die empfindlichste Stelle der Kamera. Diese Kamera nimmt das ernst: Ein verkratztes Linsenglas tauschen Sie selbst. Dazu kommt Wasserdichtigkeit bis 15 Meter ohne Gehäuse. Ein mehrschichtiger Windschutz hält den Ton auch bei Fahrtwind klar. Was es Sie kostet: 200 Gramm am Helm und 8K nur mit 30 Bildern pro Sekunde.
Für wen
Für alle, die beim Radfahren, Skifahren oder im Wasser filmen und den Bildausschnitt lieber später wählen. Auch wer Reisen und Alltag festhält, ohne beim Filmen an die Kamera zu denken, ist hier richtig.
Worauf Sie achten sollten
Rundumvideo braucht Nachbearbeitung: Den Ausschnitt legen Sie am Smartphone oder Rechner fest. 8K läuft nur mit 30 Bildern pro Sekunde. Für schnelle Szenen nutzen Sie 5,7K mit 60 Bildern pro Sekunde. Die Linsengläser lassen sich tauschen, Ersatz gehört aber vor der Tour ins Gepäck.
DJI Osmo 360 Standard Combo
Meiste Auflösung rundum- 8K rundum mit 50 Bildern pro Sekunde
- 105 Gigabyte Speicher fest eingebaut
- Bis zu 190 Minuten im Ausdauermodus
- Wasserdicht nur bis 10 Meter
- Rundumaufnahmen brauchen Nachbearbeitung
Was steckt in der Box
Die DJI Osmo 360 Standard Combo ist eine Rundumkamera. Objektive vorn und hinten erfassen die ganze Umgebung, den Bildausschnitt wählen Sie erst danach. Sie filmt nativ in 8K und schießt Fotos mit 120 Megapixeln. Der quadratische 1-Zoll-Sensor hat Pixel mit 2,4 µm, die Blende liegt bei f/1,9. Jedes Videoformat speichert 10 Bit Farbtiefe. Das Gehäuse wiegt 183 Gramm, ist nach IP68 bis 10 Meter wasserdicht und hat hinten einen Touchscreen. Der Akku mit 1.950 mAh ist wechselbar.
Warum diese Bewertung
Der Preisfreund-Score liegt bei 8,6. Den höchsten Wert holt die Akkulaufzeit mit 9: Bis zu 100 Minuten am Stück filmt die Kamera in 8K bei 30 Bildern pro Sekunde. Dazu lässt sich der Akku wechseln. Die Bildqualität erreicht 8,8, getragen von nativem 8K, 13,5 Blendenstufen Dynamikumfang und 10 Bit Farbtiefe. Die Stabilisierung steht bei 8,6, weil die elektronische Bildstabilisierung auch schnelle Bewegungen ruhig hält. Bei der Robustheit sind es 8: IP68 ist solide, doch bei 10 Metern Wassertiefe ist Schluss.
Warum wir es ausgewählt haben
Diese Kamera filmt erst einmal alles. Den Ausschnitt legen Sie später fest, und das nimmt beim Radfahren, Skifahren oder Paddeln den Druck, im richtigen Moment zu zielen. Sensor und Blende holen auch in der Dämmerung und in der Stadt bei Nacht viel Licht ins Bild. Was es Sie kostet, ist Zeit: Jede Rundumaufnahme muss zugeschnitten werden, bevor sie zum Teilen taugt. Wer das annimmt, bekommt Perspektiven, die beim Filmen noch gar nicht geplant waren.
Für wen
Für Sportler und Reisende, die beim Filmen nicht zielen wollen und den Schnitt gern selbst übernehmen. Auch für Videomacher, die im flachen D-Log-M-Profil aufnehmen und ihre Farben selbst abstimmen.
Worauf Sie achten sollten
Bei 10 Metern Wassertiefe ist Schluss, zum Tauchen brauchen Sie ein Schutzgehäuse. Rundumvideos in 8K ergeben große Dateien: Für den Schnitt braucht es ein leistungsfähiges Smartphone oder einen Rechner.
Insta360 X4 Air
Leichteste Rundumkamera- 165 Gramm leicht, passt in jede Jackentasche
- Wasserdicht bis 15 Meter ohne Gehäuse
- 8K rundum, Ausschnitt später wählbar
- Kein fest eingebauter Speicher
- Rundumaufnahmen brauchen Nachbearbeitung
Was steckt in der Box
Die Insta360 X4 Air ist eine Rundumkamera mit zwei Objektiven, die alles um sie herum gleichzeitig aufnimmt. Zwei Sensoren im Format 1/1,8 Zoll filmen 360-Grad-Video in 8K mit 30 Bildern pro Sekunde, auf Wunsch mit Active HDR. Den Bildausschnitt wählen Sie erst danach. Die Kamera wiegt 165 Gramm und ist bis 15 Meter wasserdicht. Akku und Linsen lassen sich wechseln, hinten sitzt ein Touchscreen.
Warum diese Bewertung
Der Preisfreund-Score liegt bei 8,5. Am höchsten steht die Stabilisierung mit 8,8: FlowState und die Horizontsperre halten das Bild auch bei wilden Bewegungen gerade. Die Bildqualität erreicht 8,6, getragen von 8K-Rundumvideo und Active HDR, das helle und dunkle Bildteile zugleich zeigt. Die Robustheit kommt ebenfalls auf 8,6, weil die Kamera bis 15 Meter wasserdicht ist. Die Akkulaufzeit erhält 8: Bei 8K zieht die Kamera viel Strom, der Wechselakku mildert das.
Warum wir es ausgewählt haben
Die Kamera nimmt alles auf, und Sie entscheiden später, wohin der Blick geht. Das nimmt beim Filmen den Druck, im richtigen Moment richtig zu zielen. Der Selfie-Stick verschwindet aus dem Bild, die Kamera scheint frei neben Ihnen zu schweben. Das geringe Gewicht stört am Helm oder Lenker kaum. Was Sie das kostet, ist Zeit: Jede Rundumaufnahme braucht Bearbeitung, bevor ein normales Video entsteht. Für lange Drehtage in 8K sollten Sie Ersatzakkus einplanen.
Für wen
Für alle, die beim Radfahren, Skifahren, Schnorcheln oder auf Reisen filmen und dabei nicht ständig auf den Bildausschnitt achten wollen. Auch Vlogger finden viel Spielraum. Wer Clips sofort teilen möchte, sollte den Aufwand fürs Bearbeiten ehrlich einschätzen.
Worauf Sie achten sollten
Fest eingebauten Speicher gibt es nicht: Planen Sie eine schnelle Speicherkarte mit ein. Für lange Tage lohnen sich zusätzliche Akkus. Und rechnen Sie mit Zeit am Rechner oder Smartphone, denn Rundumvideo muss erst zugeschnitten werden.
GoPro MAX2
Einzige mit Wechselobjektiven- Objektivgläser ohne Werkzeug tauschbar
- Echte 8K rundum mit GoPro-Stabilisierung
- GPS für Tempo- und Höhendaten eingebaut
- Wasserdicht nur bis 5 Meter: Zum Schnorcheln reicht das, zum Tauchen nicht
- Keine verlässliche Laufzeitangabe: Für lange Drehtage einen Wechselakku einplanen
Was steckt in der Box
Die GoPro MAX2 ist eine Rundumkamera. Sie zeichnet die ganze Umgebung auf einmal auf, den Bildausschnitt wählen Sie später in der App. Video nimmt sie in echten 8K30 auf, Zeitlupen in 4K100 oder 5,6K60. Die Kamera wiegt 195 Gramm und ist bis 5 Meter wasserdicht. Hinten sitzt ein Touchscreen, der Akku ist wechselbar. GPS, WLAN und Bluetooth sind eingebaut, gespeichert wird auf microSD-Karten bis 1 TB.
Warum diese Bewertung
Der Preisfreund-Score liegt bei 8,2. Ihren höchsten Wert erreicht die Stabilisierung mit 8,8: Max HyperSmooth und Horizontsperre halten das Bild auch bei wilder Fahrt ruhig. Die Bildqualität kommt auf 8,6, getragen von echten 8K rundum. Die Robustheit liegt bei 7,8, denn die Kamera ist nur bis 5 Meter wasserdicht. Die tauschbaren Objektivgläser heben die Note dennoch. Die Akkulaufzeit erhält 7,6: Eine belastbare Laufzeitangabe fehlt, der Wechselakku mildert das.
Warum wir es ausgewählt haben
Die Stärke liegt in der Freiheit nach dem Dreh. Sie filmen alles und entscheiden später, wohin der Blick geht. Der Selfie-Stick verschwindet aus dem Bild, so wirken Aufnahmen wie von einer Drohne. Ein verkratztes Objektivglas ist kein Totalschaden: Sie drehen es heraus und setzen ein neues ein. Das GPS liefert Tempo- und Höhendaten. Der Kompromiss: spürbares Gewicht am Helm und wenig Spielraum unter Wasser. Die Kamera verdient ihren Platz, weil sie Rundumvideo einfach und langlebig macht.
Für wen
Für Mountainbiker, Skifahrer und Reisende, die ihre Tour vollständig festhalten und in Ruhe am Handy schneiden wollen. Auch für Vlogger, die ohne Kameramann ungewöhnliche Blickwinkel suchen. Wer tiefer als 5 Meter taucht, ist hier falsch.
Worauf Sie achten sollten
Die Kamera ist bis 5 Meter wasserdicht und für minus 10 bis 35 Grad ausgelegt. Planen Sie für lange Drehtage einen Ersatzakku ein. 8K-Dateien sind groß, eine schnelle microSD-Karte mit viel Speicher gehört deshalb dazu.
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