Die besten Router mit eingebautem Modem
Vom Anbieter bekommen Sie meist eine Box zur Miete. Fünf Euro im Monat klingen wenig und summieren sich auf sechzig Euro im Jahr, während ein eigener Router nach zwei bis drei Jahren bezahlt ist und danach Ihnen gehört.
Entscheidend ist, dass das Modem zu Ihrem Anschluss passt. Ein DSL-Modem funktioniert nicht am Kabelanschluss und umgekehrt. In dieser Liste stehen drei Router für DSL, einer für Kabel, zwei für Glasfaser und einer für Mobilfunk. Eine Ausnahme sollten Sie kennen: Der Telekom Speedport hat nur ein DSL-Modem; an Glasfaser hängt er hinter dem ONT des Anbieters.
Alle sieben bringen eine vollwertige Telefonanlage mit: DECT für schnurlose Mobilteile, Anrufbeantworter und Rufnummernsperren. Genau das kann kein reiner WLAN-Router, und für viele Haushalte ist es der eigentliche Grund für ein Gerät mit Modem.
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FRITZ!Box 5690 Fiber
Bester für Glasfaser- Glasfaser direkt, ohne Anbieterkasten davor
- Unterstützt AON und GPON
- Wi-Fi 7 mit 6448 Mbit/s
- Nur für Glasfaser mit AON oder GPON, an DSL nutzlos
- Nur zwei Funkbänder, kein 6-GHz-Band
- Deutlich teurer als die ebenfalls direkt anschließbare 5530 Fiber
Warum diese Bewertung
An einem Glasfaseranschluss stehen sonst zwei Geräte im Flur: das Modem des Anbieters und dahinter ein Router. Die 5690 macht daraus eines, weil sie AON und GPON direkt versteht, die beiden Standards, die in Deutschland verlegt werden. Dazu kommt Wi-Fi 7 und die vollständige AVM-Telefonanlage. Wer kein Glasfaser hat, kann mit ihr allerdings gar nichts anfangen: An der Telefondose bleibt sie stumm.
FRITZ!Box 7690
Bester für DSL- Wi-Fi 7 mit 4x4 auf beiden Bändern
- DSL-Modem und Telefonanlage eingebaut
- 2,5-Gigabit-Anschluss
- Deutlich teurer als die 7530 AX bei gleicher Telefonanlage
- Für Glasfaser brauchen Sie die 5690
- Nur zwei Funkbänder, kein 6-GHz-Band
Warum diese Bewertung
Die 7690 ist AVMs Spitzenmodell für DSL und lässt in dieser Disziplin nichts aus: Wi-Fi 7 mit vier Antennen pro Band, ein 2,5-Gigabit-Anschluss, Supervectoring und die vollständige Telefonanlage. Die ehrliche Frage ist, ob Sie das brauchen. An einer DSL-Leitung mit 250 Megabit liefert die deutlich günstigere 7530 AX dasselbe Ergebnis. Der Aufpreis lohnt sich, wenn Sie Wi-Fi-7-Geräte haben oder im Heimnetz mit 2,5 Gigabit arbeiten.
FRITZ!Box 6670 Cable
Preis-Leistungs-Sieger- Kabelmodem nach DOCSIS 3.1 eingebaut, kein zweites Gerät nötig
- Fünf LAN-Anschlüsse, einer davon mit 2,5 Gigabit
- Telefonanlage mit DECT für bis zu sechs Mobilteile
- Nur zwei Funkbänder, kein 6-GHz-Band
- Funktioniert nur an Kabelanschlüssen, nicht an DSL oder Glasfaser
- Deutlich teurer als ein reiner Router
Warum diese Bewertung
An einem Kabelanschluss haben Sie zwei Möglichkeiten: die Box des Anbieters mieten oder einmal kaufen. Die 6670 rechnet sich meist nach anderthalb Jahren und bringt dabei alles mit, was AVM ausmacht: eine echte Telefonanlage, DECT für sechs Mobilteile, Anrufbeantworter und ein Bedienkonzept, das man nach zehn Minuten versteht. Auf das 6-GHz-Band verzichtet AVM, was in der Praxis selten stört.
FRITZ!Box 7530 AX
Bestes Verhältnis- DSL-Modem eingebaut, direkt an die Telefondose
- VDSL-Supervectoring 35b
- Wi-Fi 6, Telefonanlage und Mesh
- Wi-Fi 6 statt Wi-Fi 7
- An einem Glasfaseranschluss brauchen Sie ein anderes Modell
Warum diese Bewertung
Die 7530 AX ist der meistverkaufte DSL-Router in Deutschland, und die Gründe sind unspektakulär: Sie ersetzt die Mietbox des Anbieters vollständig, sie bringt eine vollwertige Telefonanlage mit DECT mit, und AVM versorgt sie seit Jahren mit Aktualisierungen. Wi-Fi 7 fehlt, und alle Anschlüsse bleiben bei einem Gigabit. An einer DSL-Leitung, die selten mehr als 250 Megabit liefert, merken Sie davon nichts.
FRITZ!Box 5530 Fiber
- Glasfasermodem eingebaut, das Anbietergerät kann weg
- Ein Anschluss mit 2,5 Gigabit für schnelle Tarife
- Telefonanlage mit DECT und Anrufbeantworter
- Nur Wi-Fi 6
- Nur drei LAN-Anschlüsse
- Passendes Glasfasermodul nötig
Warum diese Bewertung
An einem Glasfaseranschluss stehen sonst zwei Geräte im Flur: das Modem des Anbieters und dahinter ein Router. Die 5530 macht daraus eines. Ein Anschluss arbeitet mit 2,5 Gigabit, sodass auch ein schneller Tarif nicht am Kabel hängen bleibt. Beim Funk bleibt es bei Wi-Fi 6, und drei LAN-Buchsen sind knapp, wenn Fernseher, Konsole und NAS gleichzeitig am Kabel hängen sollen.
Telekom Speedport Smart 4 R2
- DSL-Modem mit Supervectoring eingebaut
- Richtet sich am Telekom-Anschluss selbst ein
- Telefonanlage mit DECT
- Am besten aufgehoben an einem Telekom-Anschluss
- An Glasfaser braucht er den ONT des Anbieters davor
- Bedienoberfläche weniger tiefgehend als FRITZ!OS
Warum diese Bewertung
Der Speedport ist der Router, der an einem Telekom-Anschluss ohne Zutun funktioniert: Er holt sich die Zugangsdaten selbst und richtet Telefonie automatisch ein. Wer nicht sicher weiß, was in der Wand steckt, oder in einem Jahr umzieht, fährt damit sicher. Bezahlt wird das mit der Oberfläche: Sie ist deutlich flacher als FRITZ!OS, und Feineinstellungen bei Portfreigaben oder Gastnetzen fehlen. An einem Anschluss außerhalb der Telekom lohnt er sich selten.
FRITZ!Box 6850 4G
Ohne Festnetz- LTE-Modem mit SIM-Steckplatz, kein Festnetzanschluss nötig
- Telefonanlage mit DECT und Anrufbeantworter wie bei jeder FRITZ!Box
- Lässt sich auch als reiner Router hinter einem vorhandenen Modem betreiben
- Nur Wi-Fi 5, das älteste Funkverfahren dieser Liste
- LTE statt 5G, die 6860 kann mehr und kostet mehr
- Mobilfunk-Datenvolumen ist meist begrenzt
Warum diese Bewertung
Auf dem Land, im Wochenendhaus oder in der Übergangswohnung ist Mobilfunk oft die einzige Möglichkeit. Die 6850 macht daraus ein vollwertiges Heimnetz mit Telefonanlage und DECT, statt nur einen Hotspot aufzuspannen. Ein DSL-Modem hat sie nicht: An einer Telefondose funktioniert sie nur hinter einem vorhandenen Modem. Der Preis für die Mobilität ist das Funkverfahren: Wi-Fi 5 ist zwei Generationen alt und im vollen Haus spürbar langsamer.
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